Seit 2010 · Methoden zur Ideenfindung

Kreativitäts­techniken, die im Alltag wirklich funktionieren

Brainstorming, Mindmapping, 635-Methode: Hier finden Sie Ablauf, Regeln und Beispiele zu den bekanntesten Techniken der Ideenfindung, dazu Übungen, mit denen sich Kreativität trainieren lässt.

Die Techniken

Kreativitätstechniken im Überblick

Jede Methode ist für eine andere Situation gemacht, für die laute Gruppe, die stille Runde oder die Entscheidung am Ende. Die Steckbriefe zeigen Teilnehmerzahl und Dauer als Richtwert.

Illustration zur Kreativitätstechnik Brainstorming

Brainstorming: Ablauf, Regeln und Beispiele

Die bekannteste Kreativitätstechnik und die am häufigsten falsch durchgeführte. Woran es meist liegt und wie es besser geht.

  • 5 bis 12 Personen
  • 30 bis 60 Minuten
Illustration eines morphologischen Kastens als Matrix aus Merkmalen und Ausprägungen

Morphologischer Kasten

Ein Problem in Merkmale zerlegen, für jedes Merkmal Alternativen sammeln und daraus systematisch neue Kombinationen bauen. Die gründlichste Kreativitätstechnik.

  • 1 bis 6 Personen
  • 60 bis 120 Minuten
Illustration zur Kreativitätstechnik Mindmapping

Mindmapping

Gedanken sichtbar verzweigen. Vom zentralen Begriff aus wächst eine Karte aus Ästen und macht Zusammenhänge sichtbar, die in einer Liste untergehen.

  • allein oder in kleiner Gruppe
  • 15 bis 45 Minuten
Illustration zur Kreativitätstechnik 635 Methode

635-Methode

Sechs Teilnehmer, drei Ideen, fünf Weitergaben. Ein strenges Schema, das in einer halben Stunde bis zu 108 ausformulierte Ideen erzeugt, ohne Moderation und ohne Diskussion.

  • genau 6 Personen, Abweichungen möglich
  • 30 Minuten reine Bearbeitung
Illustration der sieben SCAMPER-Denkanstöße

SCAMPER-Methode

Sieben Fragen an ein bestehendes Produkt, und aus etwas Vorhandenem wird etwas Neues. Die schnellste Methode, wenn nicht das weiße Blatt das Problem ist.

  • 1 bis 8 Personen
  • 45 bis 90 Minuten
Illustration einer auf den Kopf gestellten Fragestellung

Kopfstandmethode

Die Frage umdrehen und nach dem sichersten Weg ins Scheitern suchen. Klingt albern, löst aber Denkblockaden schneller als jede ernsthafte Runde.

  • 4 bis 12 Personen
  • 45 bis 60 Minuten
Illustration zur Kreativitätstechnik Brainwriting

Brainwriting: still zum Erfolg

Die stille Variante des Brainstormings. Jeder schreibt zuerst für sich, was Ideen vor lauten Stimmen schützt und Zurückhaltende ins Spiel bringt.

  • 4 bis 12 Personen
  • 20 bis 40 Minuten
Illustration zur Kreativitätstechnik 6 Hüte Methode

6-Hüte-Methode

Sechs Blickwinkel nacheinander statt durcheinander. Die Methode trennt Fakten, Gefühl und Kritik und beendet damit die meisten Endlosdiskussionen.

  • 3 bis 10 Personen
  • 45 bis 90 Minuten
Illustration dreier Stühle für die Rollen Träumer, Realist und Kritiker

Walt-Disney-Methode

Erst träumen, dann planen, dann kritisieren, und zwar nacheinander statt gleichzeitig. Drei Rollen, die verhindern, dass eine Idee im Keim zerredet wird.

  • 1 Person oder 3 bis 8 im Team
  • 60 bis 90 Minuten
Illustration zur Kreativitätstechnik Reizwortanalyse

Reizwortanalyse

Der Umweg über ein fremdes Wort. Zufällige Begriffe erzwingen Gedankensprünge, auf die man von allein nicht kommt.

  • 1 bis 8 Personen
  • 30 bis 45 Minuten
Illustration mehrerer Cafétische mit wechselnden Gesprächsrunden

World Café

Wechselnde Tischrunden statt Podium. Ein Format, mit dem auch 100 Menschen ein echtes Gespräch führen und am Ende ein gemeinsames Bild entsteht.

  • 12 bis 200 Personen, ideal 20 bis 60
  • 2 bis 3 Stunden
Illustration zum Innovationsworkshop

Innovationsworkshop: in 3 Schritten zum Erfolg

Vom offenen Sammeln über die Bewertung bis zum tragfähigen Konzept. Der Rahmen, in den die einzelnen Kreativitätstechniken eingebaut werden.

  • 6 bis 15 Personen aus mehreren Bereichen
  • ein halber bis zwei Tage

Willkommen auf www.kreativitaetstechnik.com, wir stellen Ihnen interessante Kreativitätstechniken vor. Die Methoden sollen dazu beitragen, zu kreativen Ideen zu gelangen, im Berufsleben.

Bitte nutzen Sie unsere Seitennavigation in der Kopfzeile, dort finden Sie einen guten Überblick, zu einzelnen Kreativtechniken sowie Trainingsmethoden für Ihren Geist.

Zu den bekannteren Kreativitätstechniken gehören das Brainstorming oder das Mindmapping. Es lohnt sich aber durchaus einen Blick auf die weniger bekannten Vorgehensweisen zu werfen. So bietet beispielsweise die 635 Methode oder die 6 Denkhüte spannende Einblicke und Herangehensweisen.

Funktionsweise der Kreativtechniken

Mit Kreativitätstechniken versuchen Sie durch kreatives Chaos, zu Einfällen zu gelangen. Gerade in Gruppen lassen sich gute Ideen generieren, da Beiträge erweitert und von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden können. Häufige Anwendungsgebiete der Kreativitätstechniken sind die Problemlösung und die Suche nach Innovationen. Durch Übung und Training der Kreativtechniken lassen sich die Methodenkenntnisse und der „Ideenfluss“ routinierter einsetzen.

Überblick und Beispiele

Bei den meisten Kreativitätstechniken empfiehlt sich der Einsatz in der Gruppe. Denn die Gruppenteilnehmer können sich ergänzen und Ideen ausbauen und mit eigenem Fachwissen bereichern. Dabei empfiehlt es sich, gerade bei Gruppen mit mehr als 5 Teilnehmern, einen Moderator zu bestimmen. Dieser kann die Gedanken und den Einsatz der Kreativitätstechniken steuern.

Es gibt eine Vielzahl von Kreativitätstechniken, wir stellen Ihnen davon einige vor. Weitere Kreativitätstechniken aus vielen Bereichen sind die folgenden Methoden: Brainstorming, Provokationstechnik, Negativkonferenz, kreatives Schreiben, Brainwriting, 635 Methode, Brainwriting, Semantische Intuition, Kopfstandtechnik, Mindmapping, Galeriemethode, Kartenabfrage, Innovationsworkshop, Cluster, Superposition, Bionik, Analogietechnik, Reizwortanalyse.

Es gibt aber auch Kreativitätstechniken, die sich den sogenannten Diskursiven oder Kombimethoden zuordnen lassen: Morphologischer Kasten, Osborn Checkliste, Ursache Wirkung Diagramm, Relevanzbaumanalyse, Laterales Denken, 6 Hüte Methode, Wertanalyse, TRIZ, Zukunftswerkstatt. Die Kreativitätstechniken können dann im Anschluss im Beruf oder im Alltag eingesetzt werden, so können beispielsweise neue Produkte oder kreative Geschenkidee n entwickelt werden.

Förderung der Kreativität

Die Förderung der Kreativität sollte bereits im Kindesalter begonnen werden, ganz spielerisch. dazu bedarf es nicht zu viel, wichtig ist dabei dem Kind zum Einen alle Informationen zur Hand die geben (die in dem jeweiligen Alter sinnvoll sind) und zum Anderen genügend Freiraum einzuräumen.

Kinder sollten die Möglichkeit zu haben viel zu spielen, unterschiedliche Einblicke zu erhalten, die Natur kennenlernen, Musik und Kunst etc. Denn nur wer aus einem großen Fundus aus Einblicken in diverse Bereiche und Erfahrungen können Gedanken verknüpft werden und gute Ideen entstehen.

Das kommt der Kreativität und dem Kind zugute. Es lassen sich zudem mögliche Talente entdecken und die Kinder können Hobbys und wertvolle Erfahrungen entwickeln. In der Schule kann der Nachwuchs die Erfahrungen gut einsetzen und weiter ausbauen. Es sollte weithin darauf geachtet werden, dass bereits früh das Interesse an Büchern geweckt wird. Das fördert das Sprachgefühl und kann viel Freude bringen.

Die Kreativität fördern ist das eine, aber dem Kind muss darüber hinaus auch noch genügend Freiraum zur Verfügung stehen, damit es sich frei entfalten kann. Das Motto muss lauten, “fördern aber nicht überfordern”. Sichlich sollte das Kind auch gefordert werden, jedoch sollte das nicht in Leistungsdruck ausarten.